Das NETZWERK DER HILFE sagt tschüss

Das NETZWERK DER HILFE sagt Tschüss…

1. April 2019 Nachtrag 30.4. siehe unten

Liebe Begleiterinnen und Begleiter des NETZWERKS DER HILFE rund um den Potzberg,

liebe Facebook-Spendenbörse-Gruppenmitglieder!

Alles hat seine Zeit – nach nun 3 1/2 Jahren ist die Zeit gekommen, das NETZWERK in seiner Funktion als Spendenbörse und Infoplattform aufzulösen.
Warum? => Alles weitere könnt ihr im folgenden Abschiedsbrief nachlesen.

In der Folge würde allerdings auch die Facebook-Gruppe https://www.facebook.com/groups/netzwerk.potzberg/
aufgelöst. Damit ginge ein großer Schatz verloren – ein über 3.5 Jahre mühsam aufgebauter regionaler Zusammenschluss von knapp 1900 Gleichgesinnten im Sinne der „Guten Sache“.
Daher:
Möchte jemand diese Gruppe im Sinne der NETZWERK-Idee aktiv am Leben erhalten und administrativ weiterführen?
… und dann gibt es ja noch die Domain: netzwerk-der-hilfe.net
… Bitte meldet euch…

NACHTRAG 30. April 2019: Nachdem das letzte Fahrrad nun vermittelt wurde und die Spendeneinnahmen wiedergespendet wurden (Bericht 2019), beendet das NETZWERK alle Aktivitäten auf Facebook. Weitere Gruppenmitglieder werden nicht mehr aufgenommen und sowohl die NETZWERK-INFO-Seite als auch die Gruppe zeitnah gelöscht resp. aufgelöst.

Sollten Sie – oder Ihre Vereinigung – mit Phantasie und Engagement eine Fortführung der Aktivitäten im Sinne des NETZWERK-Gedankens nachhaltig und selbständig ermöglichen wollen, setzen Sie sich bitte kurzfristig mit mir in Verbindung (doris.bertges@netzwerk-der-hilfe.net) .

 

 

Und hier der Brief:


Matzenbach / Neunkirchen a.Pbg. , im März 2019
Es schreibt Ihnen:
Horst Bayer Administrator

Alles hat seine Zeit …

 

Im Sommer 2015 wurde das NETZWERK erschaffen um Flüchtlinge und sozial schwache Mitglieder unserer Gesellschaft im Sinne einer Nachbarschaftshilfe zu unterstützen. Alle Beteiligte des NETZWERKs haben von Anfang an auf jegliche Aufwandsentschädigung oder gar Entlohnung für Ihre geleistete Arbeit verzichtet.

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Nun werden wir im Frühjahr 2019 eine geordnete Auflösung des NETZWERKs in die Wege leiten müssen.
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Es ist vieles erreicht worden und den ehrenamtlichen Helfern konnte bei ihren Bemühungen um Sachspenden eine einfache Arbeitsplattform angeboten werden. Die Verbreitung unseres NETZWERKs nahm durch die Benutzung von Facebook sehr schnell eine große regionale Ausdehnung an. Das System hat gut funktioniert, Suchende und Spender fanden sich gut zurecht und haben die Vermittlung gut umgesetzt.
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Das NETZWERK ist kein Verein geworden. Entstanden aus einer Eigeninitiative von Horst Bayer und Dr. Doris Bertges konnte die Arbeitsweise deshalb immer wieder an die aktuellen Anforderungen der Helferkreise und an die Möglichkeiten von Facebook angepasst werden.
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Die „Mitglieder“ der NETZWERK-Spendenbörse erreichten eine stolze Zahl von knapp 2000 Personen in unserer Region, von Lauterecken bis Waldmohr, von Kaiserslautern bis Thallichtenberg. Von überall erhielten wir Angebote und Anfragen für zu vermittelnde Sachspenden. Während ca. 150-250  ehrenamtliche Helfer unsere Plattform aktiv nutzten, konnten wir für die gute Sache auch unendlich viele Sympathisanten aus allen Bereichen unserer Gesellschaft gewinnen. Diese begleiteten unsere Aktivitäten mit ihrem Interesse sehr positiv.
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Warum findet das nun ein geordnetes Ende?  
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Als Administrator machte es mir viel Freude für andere ein Strippenzieher zu sein. Leider ist meine Gesundheit nicht mehr stabil und auch meine Mobilität hat einige Einschränkungen erleben müssen. So kann ich seit Herbst selbst nicht mehr Auto fahren und somit fehlt ein entscheidender Teil meiner Aktivität. Ohne den Kontakt mit den ehrenamtlichen Helfern vor Ort ist meine Arbeit nicht mehr erfolgreich zu gestalten. Gerade diese persönliche Nähe machte wohl den Erfolg aus.
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Noch eine kurze Zeit lang werden wir mit G. Abel die zugesagten Fahrrad-Aktionen zu Ende führen. Gerade hier war ein Einsatz „vor Ort“ zur Abholung der Räder bei den Spendern unverzichtbar.
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An dieser Stelle möchte ich als ehrenamtlicher Administrator meinen Dank aussprechen für alle die angenehmen Kontakte und die gute Zusammenarbeit mit den vielen meist ehrenamtlichen Helfern, ob in direktem, auch familiären Umfeld oder weiter entfernt in den Orten.
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Ohne den inneren Kreis unseres NETZWERKs wäre die Arbeit der letzten 3 Jahre nicht zu realisieren gewesen. Mein besonderer Dank geht an D. Bertges für das ständige Weiterentwickeln des NETZWERKs an die Anforderungen in Internet und Facebook, sowie an G. Abel für tatkräftige Erledigung der Fahrrad-Reparaturen, einschließlich der vielen Abholungen.
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Auch die besondere Zusammenarbeit mit Frau E. Reiß vom Netzwerk Otterbach/Otterberg sei hier ausdrücklich erwähnt. Alle hier nicht extra aufgeführten Unterstützer waren deshalb für unsere Arbeit nicht weniger wichtig. Auch die Zwischenlagerung der Sachspenden bei meiner Familie in Gimsbach und die Weiterleitung vieler Spenden an den Kuseler Kleiderladen machte die Arbeit einfach und erfolgreich.
Um die endlosen Wünsche nach wertigen Sachspenden etwas zu regulieren, habe ich mich entschieden eine kleine Anerkennungsgebühr / Spende von 10-20 Euro zu erheben. Bei erkennbarer Notlage wurde natürlich darauf verzichtet.
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Diese eingenommenen Kleinbeträge wurden von mir zeitnah auf das Konto der Kirchengemeinde Gimsbach überwiesen. Wer neu mit uns zusammenarbeitete, bekam zur Information eine Kopie des Einzahlungsbelegs per Email zugeschickt. Somit konnte jeder Interessierte Auskunft über unsere Einnahmen und deren Verwendung bekommen.
Durch diese Einnahmen steht nun eine Gesamtsumme von ca.1.000 Euro für die Weitergabe bereit, z. B. als Spende an Vereine mit gemeinnütziger Anerkennung.  Dieser Betrag kam zustande durch alle an den Sachspenden beteiligten ehrenamtlichen Helfern und den Empfängern. Dafür danken wir jedem der Beteiligten.
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Bei den Fahrrädern war eine Kostenübernahme der eingesetzten Ersatzteile durch die Empfänger dringend erforderlich. Es war uns einfach nicht mehr möglich die Kosten für alle Räder (trotz einzelner Spenden) zu finanzieren. Danach konnten wir endlich kostendeckend arbeiten. Immerhin wurden allein in 2018  ca. 80 Fahrräder geholt, repariert und vermittelt.
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Wir denken gerne an 3 erlebnisreiche Jahre, unendlich viele, schöne und wertvolle Kontakte und verabschieden uns in Dankbarkeit.
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Der bisherige Arbeitsaufwand ist für alle deutlich weniger geworden ist. Natürlich ist die Begleitung und Hilfestellung für Sprache und Formalitäten bei den Ämtern weiterhin zu leisten. Für Sachspenden ist das NETZWERK aber nicht mehr alleine tätig, da gibt es inzwischen auch andere Wege.
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Viele Ortsbereiche sind mit ihren Helferteams schon immer sehr aktiv gewesen und werden das auch weiterhin sein. Es wird deshalb auch ohne uns gut weiter gehen….
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Vielen Dank für die erfolgreiche gemeinsame Zeit
Ihre Administratoren
Horst Bayer        und      Doris Bertges
Dieses gut funktionierende NETZWERK rund um den Potzberg könnte auch von neuen Kräften weitergeführt werden. Dazu sind künftig (unter Beibehaltung der festgelegten Ziele des NETZWERKs)  andere Abläufe oder eine andere persönliche Einbringung durchaus möglich und sogar erwünscht.
Hat jemand die Möglichkeit, die Zeit und die Voraussetzungen um das NETZWERK eventuell zu übernehmen und weiter zu führen?  Hätte jemand Spaß an dieser Aufgabe?
Für INFO-Gespräche stehen wir gerne zur Verfügung.